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Aktuelles

Vorläufiges Programm der 11. Familientagung


Rund 200 Teilnehmer kamen zur Familientagung im Jahr 2007 [vergrößern]
Das vorläufige Programm der 11. IGA-Familientagung ist nun veröffentlicht. Die Tagung wird vom 21. bis 24. Mai 2009 wieder am Möhnesee stattfinden. Den Termin sollte sich jedes IGA-Mitglied vormerken.

Weitere Details zum vorläufigen Tagungsprogramm können ab sofort auf der Veranstaltungsseite der IGA-Website eingesehen werden.

Wie immer findet im Rahmen der Familientagung auch die Mitgliederversammlung mit Wahlen des Vorstands für die nächste zweijährige Amtszeit statt.

Die Anmeldeunterlagen sind voraussichtlich ab Januar 2009 verfügbar.

Im Jahr 2007 nahmen an der 10. IGA-Familientagung rund 200 Personen teil. Die IGA, insbesondere das Orga-Team, würde sich über eine ebenso große Resonanz für das kommende Jahr sehr freuen.

Abschied in Aschau: Ein gemeinsamer Weg geht zu Ende

Verabschiedung des ehemaligen Ärztlichen Direktors Johannes Correll in der Orthopädischen Kinderklinik Aschau

Kuhn, rechts stehend, übergibt auf einer Sackkarre eine hüfthohe Steintafel an Correll
Geschäftsführer Elmar Kuhn (rechts) verabschiedet Dr. Johannes Correll mit der Übergabe der neuen Eingangstafel
„Johannes Correll hat nicht nur das Bein, den Arm, die Hüfte gesehen, sondern den ganzen Patienten und den Menschen mit seiner Lebensgeschichte, seiner sozialen Einbindung, seinen Ängsten”, bescheinigte Professor Horst Cotta in seiner Laudatio dem scheidenden Chefarzt der Orthopädischen Kinderklinik Aschau im Chiemgau. Neben Dr. Knorr, dem Vertreter des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Abteilung Krankenhaus, war Professor Cotta Hauptredner eines Festaktes anlässlich des offiziellen Ausscheidens des ehemaligen Ärztlichen Direktors und Chefarztes, Dr. Johannes Correll, und der Amtseinführung des neuen Chefarztes, Dr. Leonhard Döderlein, am Freitag, den 28. November 2008.

Cotta ist der ehemalige Direktor der orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg. An dieser Klinik hat sich Correll ebenso wie sein Nachfolger Dr. Leonhard Döderlein durch Operationen und Wiederherstellung schwerer Deformierungen einen beachtlichen Ruf erarbeitet.

Unter den Gästen, die die über 21 Jahre lange Tätigkeit des ehemaligen Chefarztes würdigten, befanden sich die Landtagsabgeordnete Barbara Rütting, die Alt- und Neubürgermeister aus Aschau, Kaspar Öttl und Werner Weyerer sowie Pfarrer Winkler als geistlicher Betreuer und Aufsichtsratmitglied.

Elmar Kuhn, Geschäftsführer des Behandlungszentrums Aschau, bedankte sich abschließend nicht nur bei Dr. Johannes Correll sondern auch bei seiner Frau, Dr. Ute Correll und seiner Familie. Er übergab zum Abschluss die rund 60 Kilogramm schwere Eingangstafel der Klinik mit dem Namen Corrells darauf als Anerkennung und Andenken an die vielen erfolgreichen Jahre in der Kinderklinik.

Dr. Correll hat die Orthopädische Kinderklinik Aschau über viele Jahre hinweg wesentlich mitgeprägt und zum großen Anteil am nationalen und internationalen Gütesiegel „Behandlungszentrum Aschau GmbH” beigetragen. Dass dies erreicht worden ist, sei nur mit der Unterstützung seiner großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich gewesen, meinte Dr. Correll.

Für die Zukunft wünschte er der Behandlungszentrum Aschau GmbH und vor allem dem nachfolgenden Chefarzt Dr. Leonhard Döderlein viel Erfolg für eine weiterhin großartige Entwicklung der nationalen und international anerkannten Kinderklinik in Aschau.

Dr. Johannes Correll bleigt auch weiterhin Schirmherr der Interessengemeinschaft Arthrogryposis e. V., der er seit ihrer Gründung verbunden ist. Im Namen der IGA nahm der Kassierer Willi Kleinheinz an dem Festakt zur Verabschiedung von Dr. Correll teil.

Kennt ihr schon das Igälchen?


Das „Igälchen” als Stofftier
Seit 1992 gibt es die IGA und eigentlich auch ebenso lange schon das Igälchen, unser Maskottchen. In diesem Jahr gab es eine ganz besondere Überraschung. Denn in der ersten Adventwoche bekommen alle IGA-Kindern bis 12 Jahre Post mit dem Igälchen als Stofftier! Außerdem haben war eine kleine Geschichte vom Igälchen mit eingepackt. Die etwas Älteren können sie vielleicht schon selber lesen. Den Kleinen können Mama und Papa die Geschichte vorlesen.

Die Geschichte vom Igälchen gibt es auch im Mitgliederbereich Schloss der IGA-Website – entweder zum Lesen oder als Audiodatei zum Anhören.


Report zur 10. Familientagung ist erschienen

Der Report zur 10. Familientagung ist erschienen. Er kann ab sofort kostenfrei auf der Website herunter geladen werden oder in Papierform bestellt werden.

Weitere Informationen zur 10. Familientagung selbst finden sich auf der Veranstaltungsseite.

Neue Kinderstation in Vogtareuth eröffnet

Dr. Nader und ein Junge durchschneiden das rote Band. Im Hintergrund sieht man zahlreiche Gäste
Dr. Sean Nader und ein kleiner Patient durchschneiden das rote Band
Die neue Station der Kinderorthopädie am Behandlungszentrum Vogtareuth wurde nach nur viermonatiger Bauzeit eingeweiht und dem Chefarzt Dr. Sean Nader übergeben. Zur Feierstunde am 30. Oktober hatten die Schön Kliniken zahlreiche Gäste geladen. Darunter auch die IGA, die von Frank Große Heckmann, Gerda und Willi Kleinheinz und Manuela Wettels vertreten wurde.

In ihren Festreden betonten Bürgermeister Matthias Maier (CSU), Landrat Josef Neiderhell (CSU), Herr Schön, Geschäftsführer der Schön-Klinken, sowie Dr. Alexander Schmid, kaufmännischer Leiter des Behandlungszentrums Vogtareuth, vor allem das unbürokratische Zusammenwirken von Gemeinde, Landkreis und der Klinik.

Auf 1000 Quadratmeter Fläche bietet die neue Station Platz für 24 Betten sowie Behandlungsräume für die Ergo- und Physiotherapie, einen speziellen Gipsraum und weitere Büro- und Sozialräume. Trotz Baukosten von 3 Millionen Euro ist aber auch dieser nur ein Provisorium für vier Jahre. Dann wird im Zuge weiterer Baumaßnahmen die endgültige Station errichtet.

Eine musikalischer Einlage von Kindern aus der Klinik und eine ökumenische Segnung rundeten die Einweihungsfeier ab. Mit dem Durchschneiden des roten Bandes wurde die Station ihrer Bestimmung übergeben.

Erste Ergebnisse der Klinikbefragung zur Arthrogryposis

Viele Kliniken mit nur geringer Erfahrung und wenige Kliniken mit hohen Patientenzahlen / Wenig Vernetzung der Kliniken untereinander

Diagramm: Zahl der Patienten bezogen auf die Anzahl der Kliniken
Die Größe der Blasen stellt die Gesamtzahl der Patienten in dieser Kategorie der Patienten pro Klinik dar
Im September hat die IGA eine Umfrage unter Kliniken in Deutschland, Österreich und der Schweiz gestartet. Darunter alle Universitätskliniken. Es sollte geklärt werden, welche Mediziner sich an welchen Kliniken mit der Arthrogryposis multiplex congenita befassen und wie groß jeweils der Erfahrungsschatz ist.

Am 13. September wurden insgesamt 127 Fragebögen versandt, davon 11 an Kliniken in Österreich und 6 gingen in die Schweiz. Nicht angeschrieben wurden die Kliniken in Aschau und Vogtareuth, da die entsprechenden Angaben der IGA bereits bekannt waren. Zum Einsendeschluss am 31. Oktober kamen 32 beantwortete Fragebögen zurück. Das entspricht einer Rücklaufquote von 25,2 Prozent.

Insgesamt wurden von den Kliniken, die geantwortet haben, seit 1990 rund 1490 Patienten gesehen. Hierin ausdrücklich nicht enthalten sind die Fallzahlen von Aschau und Vogtareuth. Städte mit nennenswerten Anzahlen an Patienten (zum Teil in verschiedenen Kliniken) waren Hamburg, München, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main, Wien und Basel. Allerdings lagen von zahlreichen Standorten auch keine Rückläufer vor.

Die Angaben zu den Fallzahlen bestätigen die Vermutung, dass nur wenige Kliniken eine nennenswerte Anzahl von AMC-Patienten betreut. Lediglich vier Kliniken gaben an, seit 1990 mehr als 100 Patienten mit Arthrogryposis gesehen zu haben. Weitere neun Kliniken sahen nach eigenen Angaben 20 oder mehr Patienten in diesem Zeitraum. Fünf Kliniken gaben an, 10-20 Patienten gesehen zu haben. Bei neun Kliniken waren es weniger als 10 Patienten. Vier Kliniken haben in den vergangenen 18 Jahren keinen einzigen AMC-Patienten gesehen.

Das nebenstehende Diagramm verdeutlicht, dass zwei etwa gleich großen Gruppe von 340 bzw. 350 Patienten in Kliniken mit unter 50 bzw. unter 100 AMC-Patienten pro Klinik gesehen wurden, während weitere 300 bzw. 500 Patienten in jeweils nur einer Kliniken in Behandlung waren.

In den Fragebögen angegebene Referenzen im Sinne von Benennung von Experten bezogen sich bis auf wenige Ausnahmen auf Mitarbeiter des eigenen Hauses. Hier zeigt sich deutlich eine mangelnde Vernetzung der Kliniken untereinander.

Fernziel der IGA ist es, einheitliche Behandlungsrichtlinien für Arthrogryposis auf einem breiten fachlichen Konsens zu etablieren. Mit dem Fragebogen wurden die angeschriebenen Mediziner auch nach ihrer Bereitschaft gefragt, sich als Experte an einem „Runden Tisch” zu diesem Thema zu beteiligen. Die Einladung zu einer solchen Runde wird der nächste Schritt sein.

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