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Häufig gestellte Fragen zur Vojta-Therapie

Umfassender Ratgeber für Therapeuten und Eltern
Die Autorin hat unter anderem die
Die IGA veröffentlicht als Auszug aus dem umfassenden Ratgeber diese Liste der 46 häufigsten Fragen und Antworten mit freundlicher Genehmigung des Urban & Fischer Verlags (externer Link), München.
Die Fragen und Antworten können auch komplett als 14-seitiges Dokument heruntergeladen werden.
Zu Gast im Behandlungszentrum Aschau

Orthopädische Kinderklinik Aschau
Die IGA wurden in großer Runde empfangen: Geschäftsführer Elmar Kuhn, Chefarzt Dr. Leonhard Döderlein, Oberarzt Dr. Stefan Mehler, Vertreterinnen von Physio- und Ergotherapie, sowie Kurt Pohlig und Claudia Pohlig-Wetzelsperger (Geschäftsführung der Orthopädietechnik Pohlig) und Dr. Verena Metzler, die das Ganglabor in Aschau betreut.
Die hochkarätige Besetzung zeigt, welche Bedeutung dem Besuch seitens der Klink beigemessen wurde und welche Wertschätzung die IGA erfahren hat.

Vertreter der Klinik und der IGA trafen sich zu einem klärenden Gespräch
Paradigmenwechsel in Aschau
Dr. Döderlein erläuterte sehr ausführlich sein Konzept zur Behandlung der AMC, das besonders darauf setzt, die vorhandene Beweglichkeit – gerade in den ersten Monaten – zu fördern, statt Gelenke durch Gipse ruhig zu stellen. Es soll nicht mehr so früh operiert werden, stattdessen soll verstärkt die Arbeit mit Orthesen und die Ponseti-Methode (vgl.Spontan sagte er zu, diesen auch in einem ausführlichen Beitrag für die kommende Ausgabe des IGA-Boten in allgemeinverständlicher Form vorzustellen.
Darauf präsentierte die Firma Pohlig Neuentwicklungen in der Orthopädietechnik: unter anderem dynamische Orthesen mit Gasdruckfedern, die in enger Zusammenarbeit mit dem Behandlungszentrum Aschau entwickelt wurden. Kurt Pohlig betonte die neuen Impulse, die durch Dr. Döderlein für die Orthopädietechnik entstanden seien.
Schließlich führte Dr. Metzler in die Erkenntnisse ein, die durch instrumentelle Ganganalyse gewonnen werden können. Komplexe Bewegungsmuster werden erst durch die dreidimensionale Beobachtung und Messung verständlich. Eine räumliche Darstellung im Computer ermöglicht genaue Analysen, durch die sich wertvolle Rückschlüsse für die weitere Behandlung ziehen lassen.
Die Vorträge wurden mit großem Interesse verfolgt und über deren Inhalte diskutiert.
Kritische Stimmen zu den Veränderungen
Aber es wurde auch nicht versäumt, über die kritischen Stimmen zu den Veränderungen in Aschau zu sprechen, die von zahlreichen Mitgliedern an die IGA herangetragen wurden. Der IGA-Vorstand hat gleich zu Beginn betont, dass es keinesfalls um Schuldzuweisungen gehen soll, und dass der IGA weiterhin sehr an einem konstruktiven Dialog mit dem Behandlungszentrum Aschau gelegen ist, die aktuelle Situation aber dennoch einer Klärung bedürfe.Die Diskussion wurde von beiden Seiten sehr angemessen, offen und konstruktiv geführt. Bestehende Probleme wurden von der IGA direkt angesprochen.
Der IGA-Vorstand hat deutlich gemacht, dass sich viele Betroffene und Angehörige durch den Paradigmenwechsel vor den Kopf gestoßen fühlen, weil sich niemand genügend Zeit genommen hat, ihnen die neue Ausrichtung der Therapie ausreichend zu erläutern und zu begründen. Dies habe schließlich eine Situation heraufbeschworen, die für keinen der Beteiligten wünschenswert ist und letztlich niemandem dient.
Seitens der Klinik Aschau wurde eingestanden, Fehler in der Kommunikation gemacht zu haben, weil der Zündstoff der Situation völlig unterschätzt wurde. Der IGA-Vorstand vertritt jedoch die Meinung, dass man sich bei Patienten und Eltern um Verständnis und Vertrauen bemühen muss, wenn man ein neues Therapiekonzept – das für den IGA-Vorstand durchaus nachvollziehbar ist – einführen will.
Der Vorstand der IGA hat ebenso deutlich gemacht, dass die Interessengemeinschaft bezüglich der verschärften Wettbewerbssitation zwischen benachbarten Kliniken, weder für die eine noch für die andere Seite Partei ergreifen will. Wir können und wollen keine Präferenzen für bestimmte Therapien, Ärzte oder Kliniken aussprechen. Betroffene und Eltern sollen diejenige Klinik und denjenigen Arzt wählen, zu dem sie Vertrauen gefasst haben. Die IGA wird jeden unterstützen, der sich für seine Patienten einsetzt und eine fundierte Therapie anbieten kann.
Wir haben den Eindruck gewonnen, dass alle Beteiligten in Aschau ernsthaft bemüht sind, die Irritationen der vergangenen Monate zu überwinden.
Gemeinsame Vorhaben
Darüber hinaus wurden aber auch ganz konkrete Ansatzpunkte für die weitere Zusammenarbeit definiert. Die folgenden nächsten Schritte wurden vereinbart:- Eine Reihenuntersuchung von erwachsenen AMC-Betroffenen im Ganglabor soll Erkenntnisse für die Behandlung im Kindes- und Jugendalter liefern.
- Dr. Döderlein wird für die nächste Ausgabe des IGA-Boten einen allgemein verständlichen Beitrag zu seinem neuen Therapiekonzept verfassen
- Dr. Döderlein wird an der 11. IGA-Familientagung im Mai 2009 als Referent teilnehmen.
- Im Jahr 2009 wird in Aschau außerdem ein AMC-Fachsymposium veranstaltet. Die Planung und Vorbereitung findet ab Herbst 2008 gemeinsam mit der IGA statt.
- Zwischen dem Behandlungszentrum Aschau und der IGA soll es künftig regelmäßige Treffen und einen intensiveren Austausch geben.
Meilenstein: 500. Mitgliedschaft der IGA

500. Mitglieder: Frank Große Heckmann begrüßt Familie Rosenfeld aus Köln
Frank Große Heckmann, 1. Vorsitzender der IGA, begrüßte die neuen Mitglieder persönlich. „Ich freue mich sehr zu sehen, dass Sascha eine Familie gefunden hat. Er ist ein richtiger lieber und sehr wissbegieriger Junge”, sagte er bei seinem Besuch in Köln. Sascha wurde im November 2007 aus der Ukraine adoptiert und hat seitdem kein Wort russisch mehr gesprochen. Sein deutscher Wortschatz ist schon erstaunlich groß.
Mit nunmehr 500 Mitgliedschaften ist die Zahl der organisierten AMC-Betroffenen und ihrer Angehörigen ist so hoch wie nie zu vor. Das stärkt die Position der IGA als Interessenvertretung im deutschsprachigen Raum.
Fachinfo für Physiotherapeuten
In der Rubrik Fachinformation ist nun auch ein Beitrag zur Physiotherapie bei Arthrogryposis multiplex congenita der Autorinnen Sabine Stehlmeier und Beate Neumann verfügbar.Der Beitrag stammt aus dem
Wir danken dem Urban & Fischer Verlag für die freundliche Unterstützung.
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