Aktuelles
Erste Ganganalysen bei Erwachsenen mit AMC

Blick ins Ganglabor
Am vergangenen Freitag waren mit Julia Gebrande und Manuela Wettels die ersten Erwachsenen mit AMC zur Untersuchung im Ganglabor des Behandlungszentrums Aschau (externer Link). Weitere Mitglieder der IGA werden in den kommenden Monaten folgen und ebenfalls an der Reihenuntersuchung teilnehmen und somit das Forschungsprojekt der Orthopädischen Kinderklinik unterstützen. Die Klinik und die IGA hatten bereits im vergangenen Jahr zur Teilnahme aufgerufen.
Die Instrumentelle Ganganalyse wird in der Orthopädie zur Operationsvorbereitung, Therapieoptimierung und Qualitätskontrolle eingesetzt. Dazu werden den Probanden kleine Kügelchen auf die Gelenke geklebt, die beim Gehen von den acht Kameras im Ganglabor erkannt werden. Auf diese Weise können die Bewegungen am Computer aufgezeichnet und ein räumliches Bild des Gangs nachgebildet werden. Im Boden integrierte Druckmessplatten zeichnen zudem die auftretenden Kräfte bei den Schritten der Probanden auf.
Bislang wurden in Aschau nur die Gangbilder der AMC-Kinder untersucht, um deren Therapie zu planen. Da es jedoch kaum Forschungsliteratur hierzu gibt, sind bis heute die primären und sekundären (kompensatorischen) Gangmechanismen bei Patienten mit AMC weitgehend unbekannt. Eine Reihenuntersuchung von Erwachsenen soll das Verständnis erweitern und neue Erkenntnisse für die langfristige Therapieplanung bereits im Kindesalter liefern.
Die Kosten für die Untersuchungen werden vollständig vom Behandlungszentrum Aschau getragen. Sobald die ausgewerteten Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen, werden diese veröffentlicht.