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115 - Da werden Sie geholfen
Neue Behördenrufnummer soll einfache Auskünfte bieten
Für zehn Millionen Deutsche, die in den Modellregionen leben, sind die dortigen Behörden ab sofort unter der zentralen Telefonnummer 115 (externer Link) erreichbar. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gab am Dienstag in Berlin den Startschuss für das Pilotprojekt. In Berlin und Hamburg sowie in ausgewählten Regionen von Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen soll den Bürgern unter der Nummer schnell und unkompliziert geholfen werden. Statt von einem Amt zum anderen zu verbinden sollen die Mitarbeiter der Callcenter die Fragen direkt beantworten.
Gerade für die Belange von Menschen mit Behinderung sind eine ganze Reihe von Ämtern und Behörden für spezielle Themen zuständig: Versorgungsamt, Integrationsamt, Arbeitsamt, Deutsche Rentenversicherung, Landeswohlfahrtsverbände, Sozialamt, Finanzamt und viele weitere mehr. Da den Überblick zu behalten ist selbst für Behördenprofis, und das werden Menschen mit Behinderung fast zwangsläufig, nicht leicht und eine Vereinfachung wäre sehr zu begrüßen.
Ob die Mitarbeiter der Rufnummer 115 jedoch auch schon für solche speziellen Fragen gewappnet sind, ist fraglich. Die zentrale Website des Dienstes (externer Link) nennt als typische Beispiele Fragen zum Umzug, Autoanmeldung, Elterngeld, Gewerbeanmeldung, Lohnsteuerkarte und Heiratsdokumente. Also eher die klassischen Behördengänge.
Einen Versuch wäre es jedenfalls wert, die neue Hotline zu testen. Die Anrufe sind allerdings nicht kostenlos. Aus dem Festnetz der Deutschen Telekom etwa kostet derzeit ein Anruf 7 Cent pro Minute. Die Tarife aus den Mobilfunknetzen liegen überwiegend zwischen 17 und 39 Cent pro Minute.