Bericht vom 3. Erwachsenentreffen in Uder
Das nunmehr 3. Erwachsenentreffen der IGA hat vom 6.-8. Juni 2008 wieder in der Bildungs- und Ferienstätte Eichsfeld in Uder (Kreis Eichsfeld/Thüringen) stattgefunden.
Mit 90 Teilnehmern war das Erwachsenentreffen 2008 doppelt so gut besucht wie vor zwei Jahren [vergrößern]
Mit insgesamt 90 Gästen waren diesmal etwa doppelt so viele Teilnehmer dabei wie vor zwei Jahren. Ihnen wurde ein
vielfältiges Programm mit interessanten Vorträgen geboten. Aber natürlich kamen auch Spiel und Spaß nicht zu kurz.
Zum zweiten Mal fand das Treffen in Uder statt
Der erste Abend war bewußt ohne ein besonderes Programm gehalten. So konnte man sich ganz in Ruhe am Wiedersehen freuen und sich austauschen. Oder sich von Masseur
Michael Isecke durchkneten lassen. Am Abend hatte dann aber die Rolli-Tanz Gruppe schon ihren ersten Workshop mit
Andrea Dumbeck aus Berlin.
Manuela Wettels
Am folgenden Tag gab es dann aber die ersten Vorträge.
Manuela Wettels, vom Fachbereich Bildung und Soziales der Stadt Ulm und Beisitzerin im
IGA-Vorstand, erläuterte ausführlich die Eingliederungshilfe und das Persönliche Budget. Es wurde dargestellt unter welchen Voraussetzungen man Unterstützung der Sozialämter in Anspruch nehmen kann und welche Leistungen es überhaupt gibt.
Feldenkrais mit Marcel Welsch
Anschließend musste man sich entscheiden: Entweder man nahm die erste Chance zum Erste-Hilfe-Kurs mit
Sascha Recktenwald, Student der Medizin und Beisitzer im
IGA-Vorstand, und
Dirk Westermann, Jugendhelfer des Deutschen Roten Kreuz und
IGA-Jugendsprecher, wahr.
Oder man lernte mit Diplom-Sportlehrer
Marcel Welsch aus Siegburg, die Feldenkrais-Methode und damit seinen eigenen Körper ein wenig besser kennen.
Dr. Raoul Heller
Der Nachmittag stand dann ganz unter dem Stichwort Genetik. Nach einer allgemeinen Einführung in das Thema durch
Dr. Sabine Hentze, niedergelassene Humangenetikerin aus Heidelberg, präsentierte
Dr. Raoul Heller vom Institut für Humangenetik der Universitätsklinik Köln die aktuellen Forschungsergebnisse zur Genetik bei AMC.
Dr. Sabine Hentze
Darauf übernahm nochmals
Dr. Sabine Hentze und verdeutlichte aus ihrem Praxisalltag die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik und ihrer Rolle bei der Schwangerschaftsberatung.
Rollitanz mit Andrea Dumbeck
So interessant die Vorträge auch waren, forderte so viel Theorie dann aber wieder Bewegung. Für diese sorgte dann der Auftritt der Rolli-Tänzer. Nach nur zwei gemeinsamen Workshops hatten sie eine tolle Aufführung im Speisesaal vorbereitet, der eigens dafür nochmal frei geräumt wurde.
Der Abend klang ebenso schwungvoll aus mit der Disco von
DJ André. Gerüchten zufolge sollen einige noch bis in die frühen Morgenstunden zusammengessen sein.
Birgit Stenger
Am Sonntagvormittag wurde
Birgit Stenger von der Arbeitsgemeinschaft für selbstbestimmtes Leben schwerstbehinderter Menschen
e. V. aus Berlin begrüßt. Ihr Vortrag knüpfte an die Ausführungen zum Persönlichen Budget vom ersten Tag an und verdeutlichte, welche Chancen es bietet, aber auch welche Aufgaben bedeutet die Möglichkeit zu nutzen, sich Assistenzleistungen als Arbeitgeber selbst einzukaufen.
Sascha Recktenwald
Als zweiter Programmpunkt des Tages stand die zweite Gelegenheit zur Teilnahme an dem Erste-Hilfe-Kurs statt mit Sascha Recktenwald und Dirk Westermann an.
Eigentlich sollte parallel noch ein speziell auf Menschen mit
AMC abgestimmtes Fitnessprogramm stattfinden, doch die Referentin war leider kurzfristig verhindert, so dass dieser Punkt leider ausfallen musste.
Das tat der insgesamt als sehr gelungen beurteilten Veranstaltung aber keinen Abbruch. Am frühen Nachmittag machten sich alle Teilnehmer wieder auf ihre meist langen Heimwege. Die längste Rückreise hatten dabei die Schweizer und die Familie aus Italien.
Für die Teilnehmer des 3. Erwachsenentreffens sind im
Mitgliederbereich 
die Vorträge zum herunter laden bereit gestellt. Außerdem gibt es dort die schönsten Fotos vom Wochenende zu sehen. Darüber hinaus gibt es im
Forum die Gelegenheit sich noch über das Erwachsenentreffen auszutauschen. Das Orga-Team freut sich über Anregungen für das nächste Treffen in zwei Jahren.
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